Gestern war der erste Tag der Sommerferien. Alles, was mit Schülern und Lehrern zusammenhängt, schaltet in den Urlaubs-Modus. Den Kindern und ihren Familien seien die Ferien herzlich gegönnt! Die Ranger (Pfadfinder) fahren auf ihre Sommerfreizeit. Der Gemeindekalender ist merklich ausgedünnt. Die Sommerpredigten machen mit der Markus-Reihe weiter, die durch Gemeindetermine und -themen unterbrochen war, z.B. durch Satzungsänderungen und Gemeindeleitungs-Neuwahl. Das Amtsgericht hat die neue Satzung genehmigt. Für das neue Gemeindeleitungsteam kandidiert erstmals eine Frau.

Der Alphakurs ist zu Ende. Zu meiner Verwunderung endet er „einfach so“ und nicht mit einer Einladung zur Tauferneuerung bzw. Lebensübergabe oder mit einer persönlichen Segnungszeit, wie ich es aus den Kursen der kath. Erneuerung oder dem Cursillo kenne. Die Teilnehmer/innen überlegen bis nach den Ferien, ob sie in einem Haus- oder Gesprächskreis weiter machen. Da ich bereits in einem Hauskreis bin, halte ich mich in der Diskussion zurück. Aber ein „Beta-Kurs“ ist denkbar, als Aufbauseminar für interessierte Gemeindemitglieder und Gäste. Ein Format dafür müssten wir selbst entwickeln – ein „Leben-im-Geist-Seminar“ im freikirchlichen Kontext gibt es vielleicht noch gar nicht, wie mir scheint (mal die Baptisten in meinem Hauskreis fragen). Tauferneuerung wäre auch ein Thema für Leute, die sich als Erwachsene haben taufen lassen. Die Erfahrung geistlicher Wüste und der „graue Alltag“ des Glaubens machen eine Erfrischung und Neubelebung der einstigen Bekehrung ersehnenswert. Wir sollten im Gemeindeleben dafür bewusster Raum geben – sozusagen „Evangelisation nach innen“, früher nannte man das „Heiligung“. Überhaupt können wir als Christen nicht evangelisieren, wenn wir nicht selbst Evangelisierte sind. Auch das Profil einer evangelikal-charismatischen Freikirche hat noch ganz viel „Raum nach vorne“, wo wir dann die überraschende Entdeckung machen dürfen, dass Jesus schon längst dort ist und auf uns wartet!

2 Comments

  1. Danke, auch für Dein Engagement im www! Da sieht man wie bunt Gottes Volk ist, und das nicht nur bei Freikirchens…

    „Cantate Dominum canticum novum…“ (Introitus des 4. (ev.) bzw. 5. (rk,) Sonntags der Osterzeit) ja, ich kann gregorianisch singen. Ich singe aber nicht so gerne im Liturgie-Museum. Ich nehme das lieber wörtlich und setze es im Gottesdienst live um: „Praise the Lord, oh my soul, worship his holy name, sing like never before, oh my soul, worship his holy name – Komm und lobe den Herrn, meine Seele sing, bete den König an, sing wie niemals zuvor nur für ihn und bete den König an…“ wie es die Outbreakband in ihrer deutschen Kontrafraktur überträgt. Ich mag Lobpreis. Kann es sein, dass den Gemeinden mit ihrer Fixierung auf Orgelklänge (oder gar Gregorianik) etwas Entscheidendes verloren geht? Z. B. Menschen, die gerne Gottesdienst feiern?

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