Die ev.-luth. Landeskirche Hannovers hat zusammen mit dem Bistum Hildesheim im Jahr 2012 in Hannover einen [Kongress mit dem innovativen Titel „Kirche²“] veranstaltet, bei dem neue Ausdrucks- und Gemeinschaftsformen von Kirche gesammelt und vorgestellt wurden. Inzwischen ist in Niedersachsen eine Bewegung daraus geworden, die eng mit [„fresh-X“] vernetzt ist. „Fresh expressions of church“ geht auf die Kirchenentwicklung in England zurück, in der der ideeelle Bankrott der Kirche schon so weit fortgeschritten war, dass dringend neue Wege gefunden werden mussten. Nun gibt es also einen [Workshop-Tag] auch im ev.-luth. Sprengel und kath. Bistum Osnabrück, gemeinsam veranstaltet in der Marienkirche und in der Ursulaschule. Um es gleich vorweg zu sagen: Die Resonanz bei den Katholiken ist mehr als dürftig, obwohl es mehrere Monate vorweg schon Werbung und Flyer gegeben hat, die jede/r Haupt- und Ehrenamtliche in den Gemeinden eigentlich in Händen gehabt haben muss. Meine ehem. Gemeindereferenten-Kollegen/innen hatte ich alle nochmal angemailt und auf diesen wichtigen Termin hingewiesen, nachdem wir sogar vor fast einem Jahr eine Regionalkonferenz zu Kirche² mit Pastor Martin Römer vom [„Haus der kirchl. Dienste“] der Landeskirche hatten. Von den 20 geplanten Workshops können auf Grundlage der Anmeldungen nur sieben durchgeführt werden… Ich bin im Helferteam mit dabei.

Ich besuche die Workshops „Brücken zu anderen bauen – wie Gemeinde sich ihr Umfeld erschließt“ mit Pastor Olaf Wischhöfer von der ev.-methodistischen Gemeinde Osnabrück, der aus seiner Zeit an der [Christuskirche Hamburg-Hamm] mit dem Café Methusalem u.a. berichtet, und den Workshop „Fresh-X – in ökumenischer Lerngemeinschaft Kirche für morgen entwickeln“ mit Pastor Philipp Elhaus, dem ltd. Referenten für missionarische Dienste bei der Landeskirche. Ich gewinne neue Aspekte für stadtteilorientierten Gemeindeaufbau und bekomme einen Einblick in die Möglichkeiten, wie regional (z.B. in zur Fusion vorgesehenen Großpfarreien…) Haupt- und Ehrenamtliche durch den „Fresh-X-Kurs“ zum Beschreiten neuer Wege in der Pastoral motiviert werden können, und so in die Lage kommen, ein Konzept für ihre Kirchenentwicklung zu erstellen.

Für mich ist das alles nicht nur Zukunftsmusik, sondern ich erlebe in der Andreas-Gemeinde bereits die Verwirklichung vieler Charaktereigenschaften, die ein überzeugendes und zukunftsfähiges Gemeindeleben ausmachen. Was mag ihr „Geheimnis“ sein, das dahinter steckt? Ich werde es noch herausbekommen!

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