Eins der Highlights der Musikszene unserer Stadt ist die alljährliche Kooperation des Symphonieorchesters mit der Dommusik. Samstag gab’s und Montag gibt’s nochmal das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, und ich konnte nicht mitproben wegen des [Alphakurses]… Domchor und Jugendchor, Solisten und Orchester legten ein sehr eindringliches Glaubenszeugnis ab, darauf kam es Domchordirektor Clemens Breitschaft an. Eine beachtliche Leistung zeigte der Bassist Dominik Wörner, der als Elias zusammen mit den vielen Chorstücken die Zuhörer in die Dramatik der Geschichte des Propheten Elija aus dem 9. Jhdt. v. Chr. hineinzuziehen vermochte. Auch diejenigen, die nur wegen des musikalischen Events gekommen waren, werden dies gespürt haben, denn ich sehe nicht immer so viele Menschen mit stiller innerer Freude und lächelndem Gesicht aus einer Kirche in ihren Alltag hinausgehen. 1.700 haben sich dem Wort Gottes aus 1. Kön. 17-21 und 2. Kön. 1+2 ausgesetzt und sich von der Musik berühren lassen, und das volle 2 Std. und 20 Min. lang!

Neben den üblichen Hits „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir“ (Nr. 7) und „Hebe deine Augen auf zu den Bergen“ (Nr. 28) ist das Arioso des Elias
„Ja, es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber deine Gnade wird nicht von mir weichen und der Bund deines Friedens soll nicht fallen“ (Nr. 37)
der Teil, der mich am meisten angesprochen hat (ab 1:49:25):


Etwas Besonderes war die Mitwirkung von Richard Kullmann von der Domsingschule, der beim „Regenwunder“ seinen Soprandialog von der barocken Kanzel mitten im Dom aus sang, und eine Ophikleïde, das Vorgängerinstrument der Basstuba, welches vom Leipziger Gewandhausorchester freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Ein wunderschöner Abend über die Kommunikation zwischen Gott und Menschen!

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