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Ob ich den Sinn des Lebens ausgerechnet in meiner Mülltonne (wieder)finde, sei einmal dahingestellt… 😐 Ich kenne viele Glaubenskurse, aber das Format „Alphakurs“ noch nicht. Es ist der am meisten und in allen Konfessionen verbreitete Grundkurs des Glaubens, der sich vor allem an Kirchenfremde richtet. Für interessierte Gemeindemitglieder würde ich eher einen der „Vallendarer Glaubenskurse“ der Pallottiner bevorzugen. Dort kann man auch eine komplette Gemeindeerneuerungs-Schulung buchen. Als Aufbaukurs mit gabenorientierter Ausrichtung ist „Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes“ sinnvoll, wobei ich keinen Schwerpunkt auf die Ausübung spektakulärer Charismen legen, sondern 1. Kor. 14, 39 umsetzen würde. Charismenorientiertes Gemeindeleben soll im Dienst des kirchlichen Grundauftrags stehen, und der heißt evangelisieren. Ziel ist nicht die Bildung von Gruppen und Kreisen zur Pflege exklusiver Frömmigkeitsformen wie Zungenrede bzw. Sprachengebet. Ich sehe, dass auch die charismatische Erneuerung in Deutschland eine „Conversión“ zur Evangelisierung nötig hat. 40 Jahre nach überschwappen der weltweiten Pfingstbewegung in die kath. und ev. Kirche in Deutschland „brauchen wir eine Erneuerung der Erneuerung“ (Ernst Sievers)!

In diesem Jahr gibt es also den Alpha-Kurs in der Andreas-Gemeinde, und ich mache ihn mit. Das Begleitbuch und die Beispiele kommen langsam etwas in die Jahre, aber es kommt selbstverständlich den Referenten zu, up to date zu sein. Überhaupt ist die eigene Erfahrung und das eigene Glaubenszeugnis immer besser geeignet, die Teilnehmer nachdenklich zu machen und zu einer Überprüfung ihrer eigenen Lebenseinstellung zu motivieren.

Es entstehen Terminkollisionen mit dem professionellen Coaching des Gemeindeleitungsteams, und so bin ich „dran“, einen ersten Kursabend selbst zu übernehmen. Ich suche mir eine Copilotin, die als Gemeindemitglied für den institutionellen Rahmen sorgt und auch aus ihrer eigenen Glaubensgeschichte erzählen kann. Thema ist „6. Wie kann man die Bibel lesen?“ (genau passend für einen Katholiken…) und bringe einige Bibelübersetzungen mit und stelle die [„Herrnhuter Losungen“] vor, die mich seit WG-Zeiten im Studium begleiten und mir lange Bibeltexte und -meditationen ersparen, mittlerweile täglich auf dem Smartphone. Bis zu den sieben Schritten des Bibelteilens schaffen wir es an diesem Abend leider nicht.

Die Basics der Bibel sind:

  • Die „10 Weisungen“ aus 2. Mos/Ex. 20, 2-17 oder 5. Mos/Dtn. 5, 6-21 bzw.
    das Hauptgebot der Liebe Lk. 10, 27,
  • die Seligpreisungen der „Bergpredigt“ Mt. 5, 3-12 und
  • der Sendungsauftrag Jesu (Missionsbefehl) an uns Mt. 28, 19+20.

Womit kann man mit dem Bibellesen anfangen?
Mit dem Galaterbrief, wo es um Gesetz und Freiheit geht,
oder mit dem Markusevangelium, weil es vergleichsweise kurz und knackig ist.

Dass das neue kath. Gebet- und Gesangbuch „Gotteslob“ in seiner Nr. 1 mit der Bibel und dem praktischen Umgang mit ihr anfängt und damit der wesentliche Teil der Reformation Martin Luthers nach 500 Jahren endlich dort angekommen ist, wo er hingehört, muss auch einmal gesagt werden. Das finde ich so in keinem evangelischen Gesangbuch… Die ausgezeichneten Möglichkeiten des Internets, sich mit der Bibel zu beschäftigen, bilden den Abschluss des Abends.

Gespannt bin ich auf den Themenbereich „Wer ist der Hl. Geist?“, „Was tut der Hl. Geist?“ und „Wie werde ich mit dem Hl. Geist erfüllt?“, die wir mit einem [Seminartag] behandeln wollen und wo die charismatische „DNA“ der Gemeinde hinsichtlich der Lehre vom Hl. Geist und deren Auswirkungen auf den Schirm kommt.

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