Es gilt Mk. 10, 43 (& Parallelstellen). Jeglicher Starkult ist mir zuwider. Das werde ich auch in Rom einhalten, wenn ich im Oktober zum ersten Mal in meinem Leben auf dem Petersplatz stehen werde (und beim [Willow-Creek-Kongress 2016] in Hannover auch!). „Wer bei Jesus »Karriere« machen will, muss Füße waschen“, diesen Satz aus der [Ostergartenzeit] meiner Gemeinde habe ich nicht vergessen.

Die Einladungen zu zwei Leitungsdienst-Seminaren sind mir auf den Tisch geflattert. Um „Die Person des Leiters/der Leiterin“ ging es letztes Wochenende im ehem Augustinerinnenkloster St. Marien in Obernkirchen bei Rinteln, einem Damenstift mit Tagungshaus der charismatischen Gemeinde-Erneuerung in der evangelischen Kirche [GGE]. Zwar waren wir mehr Katholiken, aber allein die Tatsache, dass dieses Seminar erstmalig evangelische Landes- und Freikirchler [GGE im BEFG] und Katholiken [CE] zusammengeführt hat, ist schon ein Wert an sich, eigentlich längst überfällig und soll in Zukunft selbstverständlich werden.

Diakon Christof Hemberger aus Ravensburg hat uns mit wichtigen Aspekten bekannt gemacht, denn die Persönlichkeit des Leiters/der Leiterin von Gruppen, Gemeinschaften und Gemeinden wird in vielen Leiterschafts-Seminaren vernachlässigt. Es kommt auf die Balance in der Lebensführung an. Ich nenne das mal den „Kompetenz-Elektroherd“. Er hat vier Platten, von denen jede wichtig ist, auch wenn zuweilen die eine oder andere heißer ist. Erkalten darf keine:

ElektroherdSo wie ich bin, leite ich auch. „Emotionale Reife und geistliche Reife gehören untrennbar zusammen“ (Peter Scazzero, siehe meine [Literaturliste]). Nicht aufgearbeitete Brüche oder Probleme meiner Vergangenheit führen mich ganz schnell an die Begrenztheiten des eigenen Potentials. Kompensationsversuche durch Überstrapazieren z.B. von „Herdplatte 1“ führt zu Burnout und Beziehungsproblemen (Ehe). Zur geistlichen und emotionalen Gesundheit gehört Herdplatte 4 unabdingbar dazu. Vernachlässigung dieser Dimension hat nichts mit Selbstverleugnung und Kreuz-auf-sich-Nehmen zu tun! Es wäre Raubbau an der eigenen Gesundheit und damit letztlich auch an der Leidenschaft für Jesus. Wer sich selbst nicht lieben kann, kann auch nicht dienen.

Daher fand ich es hilfreich, dass wir uns am Anfang des Kurses unserer Berufung vergewissert, und einmal mehr unser Persönlichkeitsprofil nach DISG erstellt haben (wie ich es aus dem [D.I.E.N.S.T-Seminar] schon kennengelernt hatte). Gebet, Lobpreis mit Diakonin Silvia Jöhring-Langert und Sonntagsgottesdienst (wir durften alle die Gemeinschaft mit Jesus auch in der Eucharistie feiern) gehörten zum Standard unseres Wochenendes. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse von „Leadership live“, das ich im November und Februar belegt habe, eine professionelle Fortbildung des [„Zentrums für Nonprofit-Management“] der Uni Münster, wo ich studiert habe.

Ach ja, [Der Leiterblog] ist empfehlenswert für alle, die sich für dieses Thema interessieren!
Und noch ein schönes „Mitbringsel“: Ich bin als Katholik in einem freikirchlichen Kontext gar nicht alleine. Es gibt noch mehr solch „bunte Vögel“ in der Kirche Gottes. Im Zukunftsprojekt „Gebetshaus Remstal“ (bei Stuttgart) arbeiten Katholiken und Freikirchler zusammen. Am weitesten ist man in Österreich: Im Erzbistum Wien bildet die „Gemeinschaft Kerygma“, ein [Arbeitszweig von „Jugend mit einer Mission“] ganz offiziell junge Katholiken zu Leiterpersönlichkeiten aus. [Hier bei der „Kath. Arbeitsstelle für missionarische Pastoral” nachzulesen!]

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