…und selbstverständlich ist der Heilige Geist sogar schneller als meine eigene Trägheit. Hier der Newsticker vom 1. Dezember 2015:

Mitten im Prozess der Kontaktaufnahme mit meiner Gesprächspartnerin vom [Prayday] stoße ich beim Mailen und Bloggen plötzlich gegen

  • 9:00 Uhr auf [feg-osnabrueck.de].
    Dass dies kein Gerücht mehr ist, hatte ich ja beim Prayday bereits erfahren. Ich bin überrascht über die Professionalität dieser Projektpräsentation im Netz. So geht Gemeindebau. Über Gemeinde-hoch-drei habe ich [hier] und  [hier] schonmal gebloggt.
    Heute soll der Startabend zur Gemeindegründung sein. Das kriege ich gerade noch hin. Danke Jesus für dieses Date auf den letzten Drücker!
  • 11:00 Uhr: Schon am So. anberaumtes Briefing mit meinem Gemeindepastor über meine aktuellen Erfahrungen. Dann: Er weiß mehr über das FEG-Projekt in unserer Stadt und zeigt mir eine Sozialraumanalyse, welche die FEG im Vorfeld erstellt hatte. Wow!
    Verantwortlicher wissenschaftlicher Begleiter: Johannes Reimer, dessen theologische Gemeindetrilogie ich gerade fast zu Ende studiert habe [siehe Literaturliste]
  • Wir sprechen noch über die Absicht der Evangelischen Allianz Osnabrück, Johannes Hartl zu einem Workshoptag einzuladen. Die Mailkorrespondenz dazu bekomme ich in meine Mailbox kopiert.
    Zur [„mehr“-Konferenz] 03.–06.01.2016 in Augsburg wird eine kleine Gruppe inkl. Pastor aus meiner Gemeinde hinfahren.
  • 18:00 Uhr: Ich lese meine Mails und traue meinen Augen nicht:
    Als Thema eines Tags mit Johannes Hartl in unserer Stadt wird geplant: „Wie gründe ich ein Gebetshaus?“ oder „Wie kann ich ein 24-Std.-Gebet etablieren? So konkret ist das schon? Das habe ich ja nun bis jetzt noch überhaupt nicht auf dem Schirm…!
  • 18:30 Uhr: Vorsichtshalber melde ich mich für den Gründungs-Infoabend der FEG an, rein studienhalber, versteht sich. Kurz darauf liegt die Sozialraumanalyse für ein neues kirchliches Projekt in Osnabrück der Theol. Hochschule Ewersbach in meiner Mailbox.
  • 19:30 Uhr: Der Abend im Café Stadtgalerie (der Heilpädagogischen Hilfe) in der Altstadt beginnt mit ca. 25 Teilnehmern im Alter 25+, davon zwei aus älteren Semestern. Die FEG Osnabrück wird eine junge Gemeinde werden, soweit ist schon jetzt ersichtlich.
    Auch der das Gründungsprojekt leitende Pastor Tom Herter ist im blühenden Alter von 25. Er hat das Projekt im Vorfeld bei allen Osnabrücker Kirchenleitungen vorgestellt. Eine Begegnung mit Bischof Bode ist terminiert.
    Die Projektpräsentation und die ersten Schritte werden, wie ich es nach der Lektüre von Johannes Reimer und meinen Kenntnissen in Non-Profit-Management erwarten darf, absolut professionell und mit visualisierender Hilfe durchgezogen.
    Im Gespräch mit Tom deute ich an, dass dies nicht die letzte Neugründung in Osnabrück sein könnte. Das weiß ich aber erst seit einer guten Stunde…
  • Am nächsten Morgen um 8:10 Uhr: An der Bushaltestelle treffe ich auf einen jungen Mann aus meiner Nachbarschaft, der in der [Jugendarbeit der Charismatischen Erneuerung] in Norddeutschland aktiv ist. Ich muss ihn einfach ansprechen, das ist völlig klar. Seine Schwester lebt in Augsburg und gehört zum Freundeskreis des Gebetshauses. Beide haben Kontakt zu Katholiken in und um Osnabrück, die auch im Januar zur Mehr-Konferenz fahren werden.
  • Wir vereinbaren Infoaustausch und spätestens im Januar ein gemeinsames Erfahrungstreffen mit den Teilnehmern der Augsburger Konferenz aus Osnabrück und Umgebung. Dann werden wir sehen, in welchen Herzen ein „Projekt Gebetshaus Osnabrück“ brennt, ob wir Schritte zu einer weiteren Neugründung in unserer Stadt gehen sollen und können und wie die Strategie dafür aussieht.

Mein Traum: Wenn wir Neugründer uns in diesem leicht zeitversetzten Prozess gegenseitig begleiten würden… Was mich dabei umtreibt: Entsteht eine neue Kirche, weil wir so gekonnt zielgruppen- und milieuorientiert arbeiten, also den Menschen in Osnabrück gefallen wollen, oder soll Gottes Wille geschehen? „Gestalten wir das Unverhoffte“ (Roger Schutz), weil Gott Freude daran hat, in unserer Mitte auf möglichst vielfältige Weise und an den verschiedensten Orten zu wohnen, oder geben wir unsere eigenen Vorlieben als „Heiligen Geist“ aus?

[Zeitraffer]

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