„Bistum goes freikirchlich“ könnte man eine erste Bilanz der „Kirche der Beteiligung“ nennen. Ich weiß, das ist ziemlich salopp ausgedrückt, aber das [Ziel beim Startup 2016] lautete nicht weniger als „eine andere (kath.) Kirche“, und das sogar „top-down”: das Seelsorgeamt (Pastoralabteilung) hatte eingeladen. Es gibt ja immer noch deutsche Kardinäle und Bischöfe, die Rundum-Erneuerung der kath. DNA für überflüssig erklären, ja sogar als Hochverrat missverstehen – und denunzieren.

Die Quintessenz, die im Video zu sehen ist, könnte auch nach einem Willow-Kongress oder nach unserem jüngsten [Gemeindeforum-spezial] herausgekommen sein. Ich kann mich nur freuen:

  • dass das Wort Gottes Priorität hat und im Mittelpunkt steht (vgl. kath. Gesang- und Gebetbuch „Gotteslob“ Nr. 1! – Bibel teilen),
  • über die professionelle Begleitung (*thumbsup* Nicole, Anja, Thomas, Daniela und alle weiteren Verantwortlichen!)
  • über das Engagement der Gemeindemitglieder, ihre Veranwortungsbereitschaft und
  • die Begeisterung für Mission und Evangelisierung – erst in den Gemeinden, und dann …

Hier müssten neue, konfessionell ganz breite Allianzen entstehen, lokal und regional, und es ist zu fragen, inwieweit unsere bisherigen Strukturen den nötigen neuen Kooperationen und der kirchlichen Sendung überhaupt noch gerecht werden. Der Weg der [Citypastoral Fulda] ist richtungsweisend auch für andere Städte und Dörfer. (Die Nordwestdeutschen Priesterkandidaten dürfen Ende Mai 2019 hineinschnuppern und Hardcore-Evangelisation üben. [Mein Ersterlebnis hatte ich auch in Fulda…]) Neue multikonfessionelle „Ekklesien“ [Peter Hundertmark] über den Kirchturms-Horizont hinaus müssten die traditionellen Allianzen und ACKs aufsprengen. Ich bin dabei!

Der „Erfinder“ von „Kirche der Beteiligung“ ist übrigens Christian Hennecke, Leiter der Hildesheimer Pastoralabteilung. Er war einer der Hauptreferenten beim letzten [Willow-Creek-Leitungskongress 2018] in der Dortmunder Westfalenhalle. Er [führt einen eigenen Blog], ist einer der Promotoren der regionalen [Kirche²] im ökumenischen Netzwerk von [fresh-X] und des [„Hildesheimer Wegs“ für Kirchenentwicklung]. Bei „Kirche der Beteiligung“ werden kompetente und geschulte Gemeindemitglieder mit der Leitung ihrer kath. Kirchengemeinde beauftragt.